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Microsoft Lifecycle 2026: Diese Programme laufen dieses Jahr aus

Office 2021, SQL Server 2016, Windows Server 2022, SharePoint 2016 und 2019: 2026 verlieren reihenweise Microsoft-Produkte ihren Schutz. Was das für Sie als Unternehmen bedeutet – und welche Wege es jetzt gibt.

Stellen Sie sich Ihre Microsoft-Software wie ein Auto vor: Solange das Fahrzeug TÜV hat, kümmert sich der Hersteller. Sicherheitsmängel werden behoben, neue Funktionen kommen dazu, im Notfall haben Sie eine Werkstatt im Rücken. Läuft der TÜV ab, fährt das Auto zwar noch – aber jede neue Sicherheitslücke bleibt offen. Genau dieses Prinzip gilt auch bei Microsoft-Produkten.

Und 2026 ist ein Jahr, in dem bei besonders vielen Produkten gleichzeitig der TÜV abläuft.

Die wichtigsten Stichtage 2026 auf einen Blick

Produkt Stichtag Was bedeutet das für Sie?
SQL Server 2016 14.07.2026 Datenbank-Server ohne Schutz – keine Sicherheitsupdates mehr
SharePoint 2016 und 2019 14.07.2026 Intranet / Dokumentenablage ohne Schutz – Migration unvermeidbar
Office 2021 (Word, Excel, Outlook etc.) 13.10.2026 Komplettes Ende – keinerlei Updates oder Verlängerung möglich
Windows Server 2022 13.10.2026 Eingeschränkter Support beginnt – nur noch Sicherheitsupdates bis 2031
Windows Server 2012 / 2012 R2 13.10.2026 Wirklich endgültig – keine Verlängerung mehr verfügbar
Exchange Server 2016 und 2019 31.10.2026 Mail-Server ohne Updates – spätestens jetzt Migration nötig

Rot markiert sind die Termine, an denen wirklich nichts mehr geht. Grau markiert sind Produkte, bei denen Microsoft noch eine eingeschränkte Schonfrist gewährt.

Was passiert eigentlich genau, wenn der Support endet?

Drei Dinge passieren am Stichtag – alle drei sind für Unternehmen ein echtes Problem:

  • Keine Sicherheitsupdates mehr. Findet jemand eine neue Schwachstelle in Office 2021 oder SQL Server 2016 – und das passiert regelmäßig – wird diese Lücke nicht mehr geschlossen. Ihr System bleibt offen wie ein Scheunentor.
  • Compliance-Probleme. ISO 27001, DSGVO, NIS-2, Cyberversicherungen: All diese Regelwerke verlangen, dass Sie aktuelle, vom Hersteller unterstützte Software einsetzen. Wer nach dem Stichtag weitermacht, riskiert Audit-Findings, Vertragsstrafen oder Probleme bei der Versicherung.
  • Haftungsrisiko für die Geschäftsführung. Sollte es zu einem Sicherheitsvorfall kommen, weil bewusst veraltete Software eingesetzt wurde, kann die Geschäftsführung persönlich haftbar gemacht werden. Das ist keine Theorie, das ist gelebte Rechtsprechung.

Vier Begriffe, die Sie kurz kennen sollten

Damit Sie die Termine richtig einordnen können, hier die wichtigsten Begriffe in ein paar Sätzen erklärt:

Mainstream Support – die volle Garantiezeit

Wie bei einem Neuwagen: alles dabei. Updates, neue Funktionen, voller technischer Support. Diese Phase dauert bei den meisten Microsoft-Produkten fünf Jahre.

Extended Support – die verlängerte Garantie

Wie ein älteres Auto, das noch fährt: Sie bekommen weiterhin Sicherheitsupdates, aber keine neuen Funktionen und keine kostenlose Werkstatt mehr. Diese Phase dauert in der Regel weitere fünf Jahre. Wichtig: Nicht jedes Microsoft-Produkt hat diese verlängerte Garantie – Office 2021 zum Beispiel hat sie nicht.

End of Life – der TÜV ist abgelaufen

Hier ist endgültig Schluss. Keine Updates, keine Patches, kein offizieller Support. Das Programm läuft technisch zwar weiter, ist aber aus Compliance- und Sicherheitssicht ein echtes Risiko.

Extended Security Updates (ESU) – die teure Notlösung

Bei manchen Produkten bietet Microsoft an, gegen Aufpreis noch bis zu drei Jahre länger Sicherheitsupdates zu liefern. Klingt nach Rettung – ist aber bewusst teuer gestaltet. Beispiel SQL Server 2016: Im ersten Jahr zahlen Sie 75 Prozent des ursprünglichen Lizenzpreises, im zweiten Jahr 150 Prozent, im dritten Jahr 300 Prozent. Macht über drei Jahre kumuliert 525 Prozent des ursprünglichen Lizenzpreises – nur für Sicherheitsupdates, ohne neue Funktionen. Microsoft will damit klar das Signal setzen: Migrieren Sie.

Drei Wege, die wirklich funktionieren

Wer mit einem ablaufenden Produkt konfrontiert ist, hat im Wesentlichen drei Optionen. Welche davon zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Größe, Ihren Anforderungen und Ihrer Strategie ab. Wir kennen alle drei Wege aus der Praxis und empfehlen ehrlich – nicht das, was wir verkaufen wollen, sondern das, was zu Ihnen passt.

Weg 1: In die Microsoft Cloud wechseln

Office 2021 wird zu Microsoft 365. SQL Server zieht in die Azure Cloud. SharePoint und Exchange laufen als Microsoft-Cloud-Dienst. Vorteil: Microsoft kümmert sich um Updates, Sicherheit und Verfügbarkeit. Sie zahlen monatlich pro Nutzer und haben das Thema Lifecycle ein für alle Mal vom Tisch. Achtung: Vorher den Plan-Mix prüfen – sonst zahlen Sie zu viel.

Weg 2: Auf die aktuelle Version aktualisieren

Wer aus regulatorischen oder technischen Gründen bei eigenen Servern bleiben muss oder will, kann auf die neuesten Versionen wechseln: SQL Server 2025, Windows Server 2025, SharePoint Subscription Edition. Vorteil: volle Kontrolle, Daten bleiben im eigenen Haus. Nachteil: höhere Einmalkosten, Migrationsaufwand und in spätestens fünf Jahren wieder das gleiche Thema.

Weg 3: Gebrauchte Lizenzen als Brücke

Wer kurzfristig stabilisieren muss, aber strategisch später migrieren will, kann gebrauchte Microsoft-Lizenzen einsetzen. Diese sind durch europäische Rechtsprechung legitimiert, voll funktionsfähig und bis zu 70 Prozent günstiger als Neuware. Wichtig: Eine gebrauchte Lizenz verschiebt den Stichtag nicht – aber sie reduziert die Kosten der Übergangsphase erheblich.

Was Sie jetzt konkret tun sollten

Drei Schritte, die jedes Unternehmen jetzt machen sollte:

  1. Bestandsaufnahme machen. Welche Microsoft-Produkte sind bei Ihnen im Einsatz? In welcher Version? Wer das nicht aus dem Stand beantworten kann, hat sein erstes Risiko bereits identifiziert.
  2. Reihenfolge festlegen. Im Juli kippen SQL Server und SharePoint, im Oktober Office 2021 und Windows Server 2022. Daraus ergibt sich ein klarer Fahrplan.
  3. Strategie entscheiden. Cloud, On-Prem oder Brücke – die Antwort ist selten für alle Produkte dieselbe. Wer hier differenziert entscheidet, spart oft fünfstellige Summen.

Übrigens: Microsoft erhöht parallel die Preise

Wer 2026 ohnehin migriert, sollte einen weiteren Termin im Kopf haben: Zum 01.07.2026 erhöht Microsoft die Preise für Microsoft 365 um bis zu 33 Prozent. Wer also kurzfristig in die Cloud wechselt, kauft bereits zum neuen Preis ein. Wer früh handelt, kann sich die aktuellen Konditionen oft noch für 12 Monate sichern.

Jetzt handeln – bevor der Stichtag kommt

Sie wollen wissen, welche Produkte in Ihrem Unternehmen 2026 betroffen sind? Wir machen eine strukturierte Bestandsaufnahme Ihrer Microsoft-Landschaft – verständlich aufbereitet, auch für die Geschäftsführung.

Lifecycle-Check anfordern

Sie wissen bereits, dass Migrationen anstehen, brauchen aber die richtige Strategie? Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Fahrplan – Cloud, eigene Server, gebrauchte Lizenzen oder ein Mix daraus.

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